Einer Statistik der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) zufolge werden jeden Monat durchschnittlich drei Frauen oder weiblich gelesene Personen getötet. Die Täter sind meist Männer aus ihrem engen Umfeld – also Familienmitglieder, gute Bekannte oder (Ex-)Partner – deren einziges Werkzeug in Konfliktsituationen Aggression und Gewalt ist. Diese Morde dürfen nicht passieren!
HILFSANGEBOTE GEGEN GEWALT
Es gibt Möglichkeiten, Konflikte gewaltfrei zu lösen und man kann sie erlernen. Es gibt einen Ausweg aus Gewaltsituationen und Hilfeleistungen, die man in Anspruch nehmen darf. Folgende Anlaufstellen bieten kostenfrei, vertraulich und anonym rund um die Uhr Hilfe in Krisensituationen, im Umgang mit Gewalt oder zur Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt.
Frauenhelpline | 0800 / 222 555
24-Stunden Frauennotruf | 0171719
Männerberatung | 0800 / 400 777
Männernotruf | 0800 / 246 247
Gewaltschutzzentren | 0800 / 700 217
Telefonseelsorge | 142
INSTIUTIONEN UND VEREINE
Diese Institutionen und Vereine haben sich die Vermeidung und Bekämpfung von patriarchaler Gewalt zur Kernaufgabe gemacht und sind Auskunfts- und Anlaufstellen:
Autonome Österreichische Frauenhäuser
Frauenhäuser Wien
Gewaltschutzzentren Österreich
Männerberatung Wien
StoP Wien – Stadtteile ohne Partnergewalt
WEITERFÜHRENDE LITERATUR
Patriarchale Gewalt ist komplex, vielschichtig und passiert auf unterschiedlichen Ebenen. Sie zu erkennen, zu verstehen und zu bekämpfen, ist nicht einfach. Hier ist eine kleine Auswahl an Quellen für eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema:
Vom Liebesschwur zum Mord – wie Risikobeziehungen eskalieren (Spiegel online, 2019)
Über die acht Phasen einer Risikobeziehung – ein Modell von Jane Monckton Smith
Heimat bist du toter Töchter (Yvonne Widler, 2022)
Journalistin Yvonne Widler über Femizide in Österreich
AktenEinsicht – Geschichten von Frauen und Gewalt (Christina Clemm, 2020)
Strafrechtsanwältin Christina Clemm über die Lebensgeschichten von Frauen mit Gewalterfahrungen